EPS (expandiertes Polystyrol) ist ein synthetischer Dämmstoff. Das Material ist in der Bauindustrie weit verbreitet und überzeugt durch zahlreiche vorteilhafte Eigenschaften. So bieten die aus Polystyrolpartikeln hergestellten Dämmplatten unter anderem eine sehr gute Wärmedämmung, sind leichtgewichtig und einfach zu verarbeiten. Darüber hinaus sind sie im Vergleich zu vielen anderen Dämmstoffen sehr preisgünstig. EPS hat aber auch Nachteile, wie zum Beispiel die Brennbarkeit oder Feuchtigkeitsaufnahme. Diese müssen in die Entscheidung für oder gegen das Dämmmaterial einbezogen werden. Was Sie noch über EPS-Dämmstoffe wissen müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.
Sowohl bei EPS als auch bei XPS handelt es sich um Polystyrol-Hartschaumplatten. Diese Dämmstoffe sind erdölbasiert, verrottungsfest, bieten eine überdurchschnittlich gute Dämmleistung und lassen sich vielseitig einsetzen (z. B. Dach- und Fassadendämmung oder Perimeterdämmung). Unterschiede gibt es beim Herstellungsverfahren der beiden Dämmmaterialien. Während XPS-Platten durch Extrusion hergestellt werden, entsteht EPS-Dämmstoff durch Expansion. Bei der Extrusion wird zähflüssiges Polystyrol durch eine Düse gepresst, mithilfe von Kohlendioxid aufgeschäumt und in Plattenform verpresst. Bei der Expansion hingegen wird das Polystyrol-Granulat unter Zugabe von Wasserdampf und Treibmitteln aufgebläht, wodurch Styroporperlen entstehen. Diese werden zu Blöcken verschweißt und anschließend passend zugeschnitten.
Gut zu wissen: Trotz der Verwendung von Erdöl als Ausgangsstoff gelten EPS-Dämmstoffe als nachhaltig und können sich durchaus mit Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen messen. So kam eine gemeinsame Studie des ifeu-Instituts und dem Verein natureplus e.V. zu dem Ergebnis, dass EPS bei der ganzheitlichen Bewertung von Dämmstoffalternativen der ökologische Spitzenreiter ist.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten, da die Wahl des Dämmstoffs auch immer vom konkreten Einsatzzweck abhängt. In puncto Dämmeigenschaften sind EPS und Mineralwolle (Glaswolle, Steinwolle und Schlackenwolle) nahezu gleichwertig. Der Dämmwert (auch Wärmeleitfähigkeit genannt) von EPS ist mit 0,030 bis 0,040 W/mK nur geringfügig besser als der von Mineralwolle (0,032 bis 0,040 W/mK). Das heißt, dass expandiertes Polystyrol Wärme etwas effektiver abhalten kann als mineralische Dämmstoffe. Weitere Unterschiede sind:
EPS besitzt sehr gute Dämmeigenschaften und eignet sich daher optimal für die Dämmung von Dach oder Fassade. Mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,032 bis 0,040 Watt pro Meter und Kelvin (W/mK) liegt expandiertes Polystyrol auf einem ähnlich guten Niveau wie Mineralwolle. Und das trotz seines geringeren Gewichts. So lässt sich eine gleichwertige Dämmung mit weniger Materialeinsatz und zu geringeren Kosten erzielen. Dennoch sollten auch die anderen Vor- und Nachteile des EPS-Dämmstoffs bei der Entscheidung für oder gegen das Material in Betracht gezogen werden. Eine unverbindliche Beratung durch unsere Experten gibt Ihnen Aufschluss darüber, welches Dämmmaterial für Ihren Zweck das beste ist.
Expandiertes Polystyrol (EPS) ist nicht vollständig wasserdicht. Grund dafür ist die offenzellige Struktur des Dämmmaterials. In die kleinen und miteinander verbundenen Zellen bzw. Poren kann Wasser eindringen. Die Menge der Wasseraufnahme variiert jedoch abhängig von der Dichte des Materials. Das heißt: EPS mit höherer Dichte nimmt weniger Wasser auf als expandiertes Polystyrol mit niedrigerer Dichte.
Generell gilt jedoch, dass zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich sind, wenn EPS in feuchten oder nassen Umgebungen eingesetzt werden soll. Als Alternative zum EPS-Dämmstoff kommt deshalb in feuchten Bereichen meist XPS zum Einsatz. Die geschlossenzellige Struktur des extrudierten Polystyrol-Hartschaums verhindert, dass Wasser in das Material eindringt und seine Dämmwirkung und Haltbarkeit beeinträchtigt.
Vorteile von EPS:
Nachteile von EPS:
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