EPS Dämmung für Düsseldorf & Köln

EPS-Dämmung: Wie gut eignen sich Polystyrol-Hartschaumplatten als Dämmstoff?

EPS (expandiertes Polystyrol) ist ein synthetischer Dämmstoff. Das Material ist in der Bauindustrie weit verbreitet und überzeugt durch zahlreiche vorteilhafte Eigenschaften. So bieten die aus Polystyrolpartikeln hergestellten Dämmplatten unter anderem eine sehr gute Wärmedämmung, sind leichtgewichtig und einfach zu verarbeiten. Darüber hinaus sind sie im Vergleich zu vielen anderen Dämmstoffen sehr preisgünstig. EPS hat aber auch Nachteile, wie zum Beispiel die Brennbarkeit oder Feuchtigkeitsaufnahme. Diese müssen in die Entscheidung für oder gegen das Dämmmaterial einbezogen werden. Was Sie noch über EPS-Dämmstoffe wissen müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.


Was ist der Unterschied zwischen XPS und EPS?

Sowohl bei EPS als auch bei XPS handelt es sich um Polystyrol-Hartschaumplatten. Diese Dämmstoffe sind erdölbasiert, verrottungsfest, bieten eine überdurchschnittlich gute Dämmleistung und lassen sich vielseitig einsetzen (z. B. Dach- und Fassadendämmung oder Perimeterdämmung). Unterschiede gibt es beim Herstellungsverfahren der beiden Dämmmaterialien. Während XPS-Platten durch Extrusion hergestellt werden, entsteht EPS-Dämmstoff durch Expansion. Bei der Extrusion wird zähflüssiges Polystyrol durch eine Düse gepresst, mithilfe von Kohlendioxid aufgeschäumt und in Plattenform verpresst. Bei der Expansion hingegen wird das Polystyrol-Granulat unter Zugabe von Wasserdampf und Treibmitteln aufgebläht, wodurch Styroporperlen entstehen. Diese werden zu Blöcken verschweißt und anschließend passend zugeschnitten.


Weitere Unterschiede zwischen XPS und EPS auf einen Blick

  • EPS hat eine offenzellige Struktur, XPS eine geschlossenzellige, wodurch es weniger feuchtigkeitsempfindlich ist.
  • XPS ist druckfester als EPS und eignet sich dadurch eher für die Dämmung von Böden oder Flachdächern.
  • XPS besitzt einen etwas besseren Dämmwert als EPS (0,026-0,035 W/mK gegenüber 0,032-0,045 W/mK).
  • EPS-Dämmstoff ist in der Regel preisgünstiger als XPS-Dämmplatten.

Gut zu wissen: Trotz der Verwendung von Erdöl als Ausgangsstoff gelten EPS-Dämmstoffe als nachhaltig und können sich durchaus mit Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen messen. So kam eine gemeinsame Studie des ifeu-Instituts und dem Verein natureplus e.V. zu dem Ergebnis, dass EPS bei der ganzheitlichen Bewertung von Dämmstoffalternativen der ökologische Spitzenreiter ist.


Was ist besser EPS oder Mineralwolle?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten, da die Wahl des Dämmstoffs auch immer vom konkreten Einsatzzweck abhängt. In puncto Dämmeigenschaften sind EPS und Mineralwolle (Glaswolle, Steinwolle und Schlackenwolle) nahezu gleichwertig. Der Dämmwert (auch Wärmeleitfähigkeit genannt) von EPS ist mit 0,030 bis 0,040 W/mK nur geringfügig besser als der von Mineralwolle (0,032 bis 0,040 W/mK). Das heißt, dass expandiertes Polystyrol Wärme etwas effektiver abhalten kann als mineralische Dämmstoffe. Weitere Unterschiede sind:

  • Feuchtigkeitsaufnahme: Durch seine offenporige Struktur nimmt EPS Feuchtigkeit auf, während Mineralwolle wasserabweisend ist. Deshalb eignen sich Glas- und Steinwolle eher für den Einsatz in nassen Umgebungen als expandiertes Polystyrol.
  • Schalldämmung: Mineralwolle besitzt sehr gute schalldämmende Eigenschaften (40 bis 60 dB). Die Schalldämmung von EPS-Hartschaumplatten ist mit 30 bis 50 dB etwas weniger effektiv, bewegt sich aber immer noch in einem guten Bereich.
  • Brandschutz: Mineralwolle weist eine bessere Brandbeständigkeit als EPS auf und hat einen deutlich höheren Schmelzpunkt (1.000 bis 1.200 °C vs. 100 bis 240 °C). In kritischen Bereichen, wo der Brandschutz eine wichtige Rolle spielt, kann Mineralwolle deshalb die bessere Wahl sein.
  • Preis: Die Kosten für EPS-Dämmstoff sind in der Regel niedriger als die für Dämmmaterialien aus Mineralwolle. Wenn die Kosten bei der Dämmung eine wichtige Rolle spielen, kann EPS eine preiswerte Lösung sein.

 

Wie gut dämmt EPS?

EPS besitzt sehr gute Dämmeigenschaften und eignet sich daher optimal für die Dämmung von Dach oder Fassade. Mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,032 bis 0,040 Watt pro Meter und Kelvin (W/mK) liegt expandiertes Polystyrol auf einem ähnlich guten Niveau wie Mineralwolle. Und das trotz seines geringeren Gewichts. So lässt sich eine gleichwertige Dämmung mit weniger Materialeinsatz und zu geringeren Kosten erzielen. Dennoch sollten auch die anderen Vor- und Nachteile des EPS-Dämmstoffs bei der Entscheidung für oder gegen das Material in Betracht gezogen werden. Eine unverbindliche Beratung durch unsere Experten gibt Ihnen Aufschluss darüber, welches Dämmmaterial für Ihren Zweck das beste ist.


Ist EPS wasserdicht?

Expandiertes Polystyrol (EPS) ist nicht vollständig wasserdicht. Grund dafür ist die offenzellige Struktur des Dämmmaterials. In die kleinen und miteinander verbundenen Zellen bzw. Poren kann Wasser eindringen. Die Menge der Wasseraufnahme variiert jedoch abhängig von der Dichte des Materials. Das heißt: EPS mit höherer Dichte nimmt weniger Wasser auf als expandiertes Polystyrol mit niedrigerer Dichte.

Generell gilt jedoch, dass zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich sind, wenn EPS in feuchten oder nassen Umgebungen eingesetzt werden soll. Als Alternative zum EPS-Dämmstoff kommt deshalb in feuchten Bereichen meist XPS zum Einsatz. Die geschlossenzellige Struktur des extrudierten Polystyrol-Hartschaums verhindert, dass Wasser in das Material eindringt und seine Dämmwirkung und Haltbarkeit beeinträchtigt.


Die Vor- und Nachteile von EPS auf einen Blick

Vorteile von EPS:

  • besitzt gute Dämmeigenschaften
  • hat eine hohe Schimmelbeständigkeit
  • ist unempfindlich gegenüber Schädlingen
  • lässt sich einfach verarbeiten / installieren
  • hat ein im Vergleich zu anderen Dämmstoffen geringes Gewicht
  • ist im Vergleich zu anderen Dämmmaterialien sehr günstig

Nachteile von EPS:

  • kann (je nach Dichte) Feuchtigkeit aufnehmen
  • setzt im Brandfall möglicherweise schädliche Gase frei
  • bietet eine geringere Schalldämmung als einige andere Materialien
  • das Recycling ist unter Umständen schwieriger als bei anderen Dämmstoffen

 

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