Steinwolle gehört wie Glaswolle zu den mineralischen Dämmstoffen und überzeugt mit zahlreichen positiven Eigenschaften. Unter anderem überzeugen die aus verschiedenen Gesteinsarten hergestellten Faserplatten mit einem hohen Wärmeschutz und effektiven Brand- und Schallschutz. Welche Unterschiede es zwischen Steinwolle- und Glaswolle-Dämmung gibt und andere wichtige Fragen rund um das beliebte Dämmmaterial beantworten wir in diesem Artikel.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Beide Materialien gehören zur Gruppe der Mineralwolle und sind effektive Dämmstoffe, die sich vielfältig zur Wärme- und Schallisolierung verwenden lassen. Sehr ähnliche Werte erzielen die Steinwolle- und Glaswolle-Dämmung bei der Wärmeisolierung, sodass sich hier beide Materialien anbieten. Einen kleinen Vorteil hat Steinwolle bei der Schalldämmung. Durch die höhere Dichte des Dämmmaterials wird Schall besser absorbiert als bei Glaswolle, der Unterschied hält sich jedoch in Grenzen. Ebenfalls gleichwertig sind Steinwolle- und Glaswolle-Dämmung in puncto Brandschutz. Beide Materialien sind grundsätzlich nicht brennbar. Geringe Vorteile hat die Steinwolle bei der maximalen Temperaturbeständigkeit. Diese liegt bei 600 bis 750 °C etwas höher als die von Glaswolle (500 °C).
Bei der Auswahl des Dämmstoffs ist in vielen Bereichen (z. B. in Steildächern) das Gewicht des Materials ausschlaggebend. Hier hat die Glaswolle durch ihre deutlich geringere Rohdichte (15 bis 150 kg/m³) Vorteile. Eine generelle Empfehlung, welches Material sich besser zum Dämmen eignet, lässt sich nicht treffen. Wichtig ist, wo das Dämmmaterial eingesetzt werden soll. Eine gute Beratung durch einen Fachmann kann hier weiterhelfen. Gerne können Sie sich an uns wenden und ein unverbindliches Beratungsgespräch vereinbaren.
Steinwolle besitzt sehr gute isolierende Eigenschaften gegenüber Wärme und Schall und kommt deshalb häufig zur Dach-, Fassaden- und Geschossdecken-Dämmung zum Einsatz. Ein großer Pluspunkt des Materials ist seine geringe Wärmeleitfähigkeit (0,035 bis 0,050 Watt pro Meter und Kelvin (W/mK)). Damit liegt das Dämmmaterial in puncto Wärmeisolierung auf einer Ebene mit Glaswolle (0,032 bis 0,040 W/mK) und auf einem ähnlichen Niveau wie EPS und XPS (0,030 bis 0,040 W/mK). Hier gilt: Umso niedriger der Wert, desto besser ist die Isolationsleistung.
Genau andersrum ist es bei der Schalldämmung von Dämmmaterialien. Hier sind höhere Werte besser. Steinwolle kommt hier ebenso wie Glaswolle-Dämmung auf sehr gute 40 bis 60 dB. Damit liegt sie noch deutlich vor den meisten anderen Dämmstoffen wie zum Beispiel EPS und XPS (30 bis 50 dB) oder Vakuumdämmplatten (VIP) (15 bis 30 dB). Verantwortlich für die gute Schallisolierung von Steinwolle ist unter anderem die hohe Rohdichte des Materials (30 bis ca. 220 kg/m³).
Wichtigstes Kriterium für die Effektivität einer Dämmung ist der Dämmwert (auch Wärmeleitfähigkeit genannt). Dieser wird in Watt pro Meter und Kelvin (W/mK) angegeben. Ein niedriger Wert bedeutet eine bessere Dämmung. Den derzeit besten Dämmwert liefern mit 0,004 bis 0,008 W/mK Vakuumdämmplatten (VIP), gefolgt von der sogenannten Aerogel-Dämmung (0,013 bis 0,020 W/mK). Dämmmaterialien aus Mineralwolle wie Steinwolle und Glaswolle bewegen sich mit einem Dämmwert von 0,032 bis 0,050 W/mK) im Mittelfeld. Schlechtere Dämmwerte bieten Holzfaserdämmplatten und Zellulosedämmungen (beide 0,038 bis 0,050 W/mK).
Wichtig: Der Dämmwert allein sollte bei der Auswahl eines Dämmmaterials nicht das einzige Kriterium sein. Weitere sind beispielsweise die Dicke oder das Gewicht sowie die Stelle, an der die Dämmung eingesetzt werden soll. Eine umfassende Beratung von einem Fachmann kann hier hilfreich sein. Kontaktieren Sie uns gerne bei Interesse und vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch mit unseren Dämm-Profis.
Starkes Durchfeuchten der Steinwolle kann zu einer Reihe von Problemen führen. Allen voran beeinträchtigt die Nässe die ausgezeichneten Wärmedämmeigenschaften des Materials. Grund dafür ist das Wasser, das die in den Poren der Steinwolle eingeschlossene Luft verdrängt. Diese hat als schlechter Wärmeleiter die wichtige Aufgabe, die Wärmeübertragung durch die Dämmung zu reduzieren.
Ist die Steinwolle jedoch nass geworden, kann die Luft diese Funktion nicht mehr effektiv erfüllen. Das Resultat ist eine Erhöhung der Wärmeleitfähigkeit des Dämmmaterials. Die Folge: Im Gebäude gespeicherte Wärme kann leichter nach außen dringen. Dies führt wiederum zu einem Anstieg des Energieverbrauchs und einer Verringerung des Wohnkomforts. Eine fachgerechte Installation der Steinwolle-Dämmung trägt dazu bei, Feuchtigkeitsproblemen vorzubeugen und die Dämmeigenschaften des Materials dauerhaft zu gewährleisten.
Dämmstoffe aus Steinwolle besitzen gute Wärmedämmeigenschaften. Sie bieten sich daher ideal für den Einsatz zum Wärmeschutz an unterschiedlichen Teilen von Gebäuden (zum Beispiel Dach, Fassade, Fußboden und Innenwände) an. Wichtig ist jedoch, dass das Material fachgerecht verarbeitet ist und nicht mit Feuchtigkeit in Berührung kommt.
Für die guten Dämmeigenschaften der Mineralwolle ist in erster Linie die poröse Struktur des aus verfilzten Steinfasern bestehenden Materials verantwortlich. Denn die in dem Netz aus unzähligen feinen Fasern existierenden Poren sind mit Luft gefüllt, die von Natur aus ein schlechter Wärmeleiter ist. Dadurch wird die Wärme, die von der Raumseite an den Dämmstoff gelangt, nicht einfach an die Außenluft abgegeben. Als Resultat müssen Sie weniger Energie aufwenden, um Ihre Räume zu heizen und auf Temperatur zu halten.
Möchten Sie die Energieeffizienz Ihres Zuhauses verbessern oder planen Sie einen Neubau? Dann informieren Sie sich jetzt über die verschiedenen Möglichkeiten zur Wärmedämmung. Bei einem persönlichen Beratungsgespräch stellen wir Ihnen die einzelnen Lösungen vor und finden für Sie das Material, das am besten zu Ihrem Projekt passt.