In Zeiten stark steigender Energiekosten interessieren sich immer mehr Menschen in der Region Düsseldorf-Köln für nachhaltige Heizungen. Wasser-Wasser-Wärmepumpen sind dabei bislang weniger bekannt als beispielsweise Erdwärme-Systeme. Dabei handelt es sich in vielen Fällen um eine ausgezeichnet geeignete Lösung. Wir möchten Ihnen diese Option näher vorstellen, die Funktionsweise erklären und Ihnen eine Kontaktmöglichkeit für weitere Beratungen bieten, sollten Sie Interesse haben.
Grundsätzlich existieren vier Wärmepumpen-Typen. Drei der vier arbeiten (auch) mit Wasser und tragen den entsprechenden Hinweis im Namen. Deshalb sprechen wir hier bewusst von Wasser-Wasser-Wärmepumpen, um zu verdeutlichen, um welche Variante es konkret geht. Die vier Typen sind:
Das Grundwasser hat über das ganze Jahr eine weitgehend konstante Temperatur und eignet sich daher hervorragend als Wärmespender. Dies zeichnet die Wasser-Wasser-Wärmepumpe im Vergleich mit den anderen Typen aus. Es ist mit einer konstanten Leistungsfähigkeit zu rechnen. Entsprechend effizient kann das System arbeiten. Es verfügt über eine Jahresarbeitszahl von 5. Dies bedeutet, dass eine Kilowattstunde Strom (zum Betrieb der Pumpe) in fünf Kilowattstunden Heizwärme resultiert. Als Vergleich: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kommt durchschnittlich auf 3,5 bis 4.
Unter den identischen Bedingungen wäre die Wasser-Wasser-Wärmepumpe stets die beste Lösung. Allerdings sind einige Besonderheiten zu berücksichtigen: Es muss bis zum Grundwasser gebohrt werden. Dieses kann 15 Meter und mehr unter der Oberfläche liegen. Zudem sind entsprechende Bohrungen nicht überall gestattet. Die deutschen Gemeinden haben überdies individuelle Anforderungen definiert, die das Grundwasser erfüllen muss, damit Sie es als Wärmequelle benutzen dürfen. Eine Pumpe lohnt sich, wenn es rechtlich keine Hindernisse gibt und die Bohrung nicht zu kostspielig ist. Die Installation einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe darf etwas mehr als die der anderen Typen kosten. Die bessere Effizienz gleicht dies aus. Unbegrenzt teurer darf sie jedoch nicht sein.
Die Pumpe saugt das Grundwasser an, entzieht ihm die Energie und leitet es anschließend wieder zurück. Es ist anschießend um einige Grad abgekühlt. Der Energieentzug funktioniert über ein Kältemittel, das sich in der Pumpe befindet. Es verdampft durch die Wärme des Grundwassers. Der Dampf wird durch einen Verdichter geleitet. Dieser erhöht den Druck des Gases und damit auch dessen Temperatur. Als sehr einfaches Beispiel: Wenn Sie Ihre Hände fest zusammendrücken, entstehen hier auch Druck und Wärme.
Der Dampf gelangt nun in den Wärmetauscher. Die Wärme wird nun an das Heizsystem des Hauses abgegeben. Das Ganze funktioniert ähnlich wie beim Entzug der Energie des Grundwassers. Durch den Wärmetauscher verflüssigt das Kältemittel wieder. Es wird anschließend zurückgeleitet. Der Prozess kann von vorne beginnen.
Die konkrete Wassermenge ist abhängig vom exakten Modell. Als Richtwert gilt: 250 Liter Wasser werden für eine Heizleistung von einem Kilowatt in einer Stunde als Durchflussmenge benötigt. Deutlich über 1000 Liter pro Stunde sind deshalb keine Seltenheit. Für die Pumpen erfolgt die entsprechende Angabe deshalb alternativ auch in Kubikmetern Wasser. Für eine 10 KW-Wasser-Wasser-Wärmepumpe werden beispielsweise in etwa 2,5 Kubikmeter Wasser pro Stunde benötigt.
Ideal gelten tiefen von fünf bis zu 20 Metern. Stoßen Sie vorher auf Grundwasser, liegt dieses zu dicht unter der Oberfläche. Sie erhalten in solchen Fällen in der Regel keine Genehmigung für eine Bohrung. Jenseits von 20 Metern ist der Aufwand für die Bohrung so groß, dass die Pumpe wirtschaftlich keinen Sinn mehr macht. Sie benötigt für ihre Arbeit zwei Brunnen (ansaugen und zurückleiten). Diese werden Saug- und Schluck- bzw. Sickerbrunnen genannt und müssen wenigstens 15 Meter voneinander getrennt liegen. Eine zu große Tiefe ist wirtschaftlich also doppelt problematisch.
Die durchschnittliche Lebensdauer der entsprechenden Systeme liegt bei 15 bis 20 Jahren. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass regelmäßige Wartungen unverzichtbar sind, um die Funktionsfähigkeit zu erhalten. Bleiben diese aus, kann dies die Lebensdauer der Wasser-Wasser-Wärmepumpe massiv verkürzen.
Wenn die Bedingungen stimmen, ist eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe die Variante mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis. Dies haben die vorherigen Passagen verdeutlicht. Sie haben auch gezeigt, dass es einige Bedingungen sind, die erfüllt werden müssen. Grundsätzlich dürfen Sie deshalb nicht ohne weitere Nachforschungen davon ausgehen.
Sie leben in Düsseldorf, Köln oder in der näheren Umgebung und interessieren sich für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe? Gerne helfen wir Ihnen bei der Recherche, ob diese Lösung an Ihrem Wohn- bzw. Geschäftsort die beste ist, und beraten Sie bezüglich Ihrer Optionen. Auf Wunsch setzen wir das Vorhaben ebenfalls um. Kontaktieren Sie uns einfach jetzt, um einen Termin für ein unverbindliches erstes Beratungsgespräch zu vereinbaren.